Mehr als die zweieinhalbfache Strecke eines Marathonlaufs absolvierten sechs Ruderer des RV Lüdinghausen kürzlich auf der Weser. An nur einem Tag legten sie von Hann. Münden bis Bodenwerder eine Strecke von 111 km zurück. Damit hat es zwar nicht für das Goldabzeichen gereicht. Silber war den Ruderern aber sicher.

Pünktlich um sechs Uhr in der Früh fiel in der Schleuse von Hann. Münden der offizielle Startschuss zum 48. internationalen Wesermarathon. Unter die ca. 1.400 Teilnehmer mischten sich auch sechs Sportler des RVLH. Mit ihrem langen Ruderboot stachen sie dabei aus der Masse hervor. Denn auch wenn der Wesermarathon sich zwar an alle Wassersportler richtet, so wird er doch zur großen Mehrheit von Kanuten absolviert.

Im Morgengrauen und bei Nebel schlängelte sich das schnelle Ruderboot vom Dortmund-Ems-Kanal durch den scheinbar nicht abreißenden Strom von Kajaks, Kanadiern und sogar einem Stehpaddeler. Der Etappenort für das Bronzeabzeichen, Beverungen, wurde mühelos nach 53 Kilometern am Vormittag erreicht. Knapp 30 Kilometer weiter stellte Holzminden das nächste Etappenziel dar. Hier hatten die Lüdinghauser genug Kilometer für Silber gesammelt und legten eine längere Rast ein. Nach einer Stärkung und vom Ehrgeiz gepackt, auch das Goldabzeichen zu errudern, stiegen sie für den letzten Streckenabschnitt erneut in ihr Boot. Das Ziel, Hameln bei Kilometermarke 135, erwies sich gegen 18 Uhr aber als dann doch zu weit entfernt. In Bodenwerder und Weserkilometer 111 beendeten Christoph Marxen, William Monin, Christian Rohmann, Matthias Rott, Stephan Sauer und Matthias Weimann den Wettkampf. Ganz besonders bedanken sich die Ruderer bei Bernd Diekmann für die Übernahme des Fahrdienstes.

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Massenstart in der Schleuse

Warten auf den Start um sechs Uhr: Die Ruderer des RVLH mit vielen Kanuten in der Schleuse von Hann. Münden.

Ein scheinbar endloser Strom an Kanuten

Im Morgengrauen und bei Nebel starten 1.400 Wassersportler beim bis zu 135 Kilometer langen Wesermarathon von Hann. Münden bis nach Hameln.

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